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Ernst Jachtmann und Guy Marchand - Zwei Segelflug-Weltmeister in Ringheim

Wegen des großen Zuspruchs wiederholen wir die Sonderausstellung vom 21. Mai 2017

Die Sonderausstellung zeigt Bild-, Ton- u. Filmmaterial über Ernst Jachtmann (D) und Guy Marchand (F), zwei Segelflug-Weltmeister, die nach den bitteren Erfahrungen des 2. Weltkrieges Freunde wurden und gemeinsam für die Wiederzulassung des Segelflugsportes  in Deutschland kämpften. Jachtmann (Weltrekordler im Dauersegelflug (55 h, 52 m, 12 s) setzte sich gemeinsam mit Marchand ab 1949 für die Wiederzulassung des Segelflugsports ein und trug als Fluglehrer in Hessen und Bayern zur Verbreitung dieses Sportes bei. Er betrieb Segelflugschulen in Großostheim-Ringheim, München-Riem und Oberammergau.

Um 15.00 Uhr: Zeitzeugenbefragung über die Anfänge des Segelfluges in Ringheim im Jahr 1952         

Über zahlreiche interessierte Besucher in der "Dokumentations- und Begegnungsstätte Bunker am Nordring" freuen sich schon jetzt die Mitglieder der Kulturinitiative Ringheim.

Plakat Ernst Jachtmann und Guy Marchand 30.07.2017

Bericht Bunkeröffnung vom Sonntag, 21. Mai 2017

Ernst Jachtmann, Guy Marchand, Heinz Rühmann, Joachim Fuchsberger und 65 Jahre Segelflug in Ringheim

In der Sonderausstellung am Sonntag, 21. Mai fanden über 100 Besucher bei schönem Wetter und zum "Internationaler Museumstag" den Weg in die Räume des Bunker am Nordring. Der Kulturinitiative Ringheim e.V. bot sich das Thema "Ernst Jachtmann und Guy Marchand - zwei Segelflugweltmeister in Ringheim" geradezu an, denn 65 Jahre waren inzwischen vergangen, seitdem zum ersten Mal nach dem Krieg ein Segelflugzeug in Ringheim starten durfte. Bislang war das wegen alliierter Restriktionen verboten. Zum Bachgaufest 1952 stieß neben dem mehrfachen Weltrekordflieger Ernst Jachtmann ein weiterer Segelflugweltmeister dazu: Guy Marchand, der sympathische Franzose, der sich mit Jachtmann angefreundet hatte und mit ihm im In- und Ausland in Vorträgen für die Wiedererlaubnis des Segelflugs kämpfte.

Keine andere Person, als Ursula Eckstein, war besser geeignet, einen Vortrag über das Fliegerleben Ernst Jachtmanns zu halten. In einem spannenden und bis zum letzten Sitz- und Stehplatz belegten Vortrag, erfuhren die Zuhörer auch viele Anekdoten, die sich um die Person Ernst Jachtmanns ranken. Die Autorin mehrerer Bücher über die Luftfahrtgeschichte Darmstadts konnte mit Details aufwarten, die selbst vielen Segelflugbegeisterten unter den Zuhörern nicht bekannt waren.

In ihrem Buch "Ernst Jachtmann - Windenpionier und Segelflug-Weltmeister" ist ein Kapitel der Ringheimer Zeit Jachtmanns gewidmet, das die Besucher nach dem Vortrag erwerben konnten. In ihm sind auch folgende Anekdoten erhalten: Heinz Rühmann, der 1953 in München auf seine Maschine nach Wien wartete, wurde von dem Weltrekordflieger Ernst Jachtmann, der nach seiner Ringheimer Zeit mit seinem "Kranich II" auf dem Flughafen Riem eine weitere Segelflugschule betrieb, zu einem kurzen Flug über München eingeladen, um die Wartezeit zu verkürzen. Rühmann, bekannt durch seinen 1941 gedrehten Film "Quax, der Bruchpilot" und selbst begeisterter Flieger, hatte so großen Spaß an der Sache, dass er fast sein Flugzeug nach Wien verpasst hätte.

Schon 1950, vor seiner Ringheimer Zeit, war Jachtmann mit seiner "Scandinavia" getauften Kranich II in München-Riem, wo er PANAM-Piloten durch die Gegend flog, wenn diese hier Station machten. Die "Scandinavia" wurde von PANAM gesponsert.

Hier machte auch Joachim "Blacky" Fuchsberger Bekanntschaft mit Ernst Jachtmann. In seinem Buch "Altwerden ist nichts für Feiglinge" beschrieb er ausführlich die erste Begegnung im Flughafen-Restaurant, wo Jachtmann gerade seine Suppe löffelte. Für 7 DM buchte Fuchsberger eine 5-minütige Platzrunde, die ihn so sehr begeisterte, dass dieser noch 6 weitere folgten. In der Folgezeit lernte Fuchsberger bei Jachtmann das Segelfliegen, zu einer Zeit, als solche Vergnügungen laut alliiertem Besatzungsstatut noch streng verboten waren.

In der Sonderausstellung waren Fotos, Filme, Zeitungsausschnitte, Dokumente und Bücher auf Bildwänden und in Vitrinen zu besichtigen. Erfreulich ist, dass ein Besucher des Bunkers mit bisher unbekanntem Material aufwarten konnte. So brachte Wolfgang Roth, Archivar der Gemeinde Schaafheim, ein bisher unbekanntes Bild von Jachtmann und Marchand mit. Jachtmann sitzt in einem von Nestle gesponserten Segelflugzeug, daneben Marchand. Interessant ist das Andreaskreuz im Hintergrund, da 1952 noch die Bahn nach Ringheim fuhr und der Übergang in der Nähe des ehemaligen Wachhäuschen gesichert werden musste.

Auf Grund des großen Zuspruchs wird diese Sonderausstellung am Sonntag, 30. Juli noch einmal wiederholt. Dabei werden Zeitzeugen, die die Anfänge des Segelfluges in Ringheim miterlebten zu Wort kommen.

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Nils und Petra Brennecke, Betreiber des “Fichtel u. Sachs Bunkers” (Deutsches Bunkermuseum) in Schweinfurt, im Bild mit KI-Vorstand Peter Höfling, zu Besuch in der Dokumentations- u. Begegnungsstätte “Bunker am Nordring”. Das zweite Bild entstand nach dem Vortrag von Ursula Eckstein (Bildmitte, mit Sonnenbrille), © Nils Brennecke. Mehr über den Schweinfurter Hochbunker erfahren Sie unter: www.fichtelundsachsbunker.de/

Bericht Bunkeröffnung vom Sonntag, 22. Mai 2016

Thema  "Düsenjäger - Die Geschichte der ersten Flugzeuge mit Strahltriebwerk"

Rund 150 technikbegeisterte Besucher fanden sich zur Sonderausstellung mit dem Thema: Düsenjäger - Die Geschichte der ersten Flugzeuge mit Strahltriebwerk" am Sonntag, 22. Mai in der Dokumentations- und Begegnungsstätte "Bunker am Nordring" ein. Nach der Modellbau-Ausstellung einige Wochen zuvor, die auch schon die gleiche Anzahl Interessierte anlockte, konnte die Kulturinitiative Ringheim die Besucher mit vielen Modellen von Düsenflugzeugen, Schautafeln und Dokumentarfilmen begeistern.

Großes Interesse zeigten die Besucher am Vortrag von Erich Reichart, der über die Geschichte der Stahlflugzeuge im Allgemeinen und über seine Experimentalflüge mit der Messerschmitt 163BS "Komet" anhand einer Präsentation berichtete. Der Vortragsraum im Bunker war bis auf den letzten Sitz- und Stehplatz gefüllt. Der von Erich Reichart kurzweilig gehaltene Vortrag fesselte die Zuhörer dermaßen, dass man ein Stecknadel hätte fallen hören können.

Lauter ging es im Außenbereich zu. Rudi Reichstetter von der Modellsportgruppe Bachgau-Schaafheim zündete ein Düsentriebwerk (Bild unten), das selbst in dieser kleinen Ausführung einen Höllenlärm machte. Zusätzlich erklärte er geduldig an einer Schautafel das Prinzip und die Wirkungsweise von Düsentriebwerken Das Fachpublikum unter den Besuchern sorgte für vielfältige Gespräche und Diskussionen untereinander.

Die Vertreter des Zeppelin-Museums aus Zeppelinheim und Friedhelm Wagner vom Museum für Flugzeugtechnik in Gelnhausen konnten viele Fragen rund um die Fliegerei beantworten. Auch Mitglieder des Flugsportclubs Aschaffenburg-Großostheim standen Rede und Antwort.
 

Wir danken allen Besuchern für ihr Interesse

Link zur Ton und Lichtinstallation des Medienkünstlers Tobias Rosenberger in dem neugestalteten Raum des ehemaligen Forschungsbunkers der Luftwaffe

So finden Sie uns: Bunker am Nordring, 63762 Großostheim-Ortsteil Ringheim

per Eingabe Navigationsgerät: GPS Lattitude 49º56'16" GPS Longitude 009º02'08"

Main-Echo

Impressionen der Sonderausstellung “Vor 70 Jahren - Palmsonntag 1945, Kriegsende in Großostheim” vom 29. März 2015

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Die Zeitzeugen Hans Wagner, Ehrenbürger Gabriel Hock u. Suitbert Kroth lassen die Zuhörer an ihren Erinnerungen teilhaben. Rechts: Moderator Peter Höfling. Unten: Amerikanischer Truck der Reservistenkameradschaft Hainburg.

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In den vergangenen Monaten hat die Kulturinitiative Ringheim e.V. die Räume des Bunkers neu gestaltet. Im ehemaligen "Forschungsbunker der Luftwaffe" können die Besucher jetzt einzigartiges und bisher noch nie gezeigtes Bildmaterial sehen. Große, fest installierte Bildtafeln zeigen die Geschichte der Jahre 1935 bis 2015, von den archäologischen Ausgrabungen 1935, über den Bau des Platzes, bis zur letzten Belegung mit Geschwadern der Luftwaffe im Jahr 1945. Die Nachkriegszeit mit Neubesiedlung durch Flüchtlinge und Vertriebene, Wiedernutzung des Fluggeländes durch Segel- und Motorflieger und die Neugründung des expandierenden Ortes Ringheim sind ebenfalls dokumentiert. Erklärende Texte vertiefen den visuellen Eindruck.

Bunker Außen 800

Impressionen der Sonderausstellung “Luft- u. Gasschutz im Zweiten Weltkrieg” vom 13. November 2011

Gasjäckchen

Gasschutzjäckchen für Kleinkinder

Pferdegasmaske2

Pferdegasmaske Größe 1

Pressebericht
Coca Cola3 Coca Cola1

Original Fanta u. Coca-Cola Flasche aus dem Jahr 1940 in der Ausstellung - im Hintergrund ein Werbeplakat von Coca-Cola aus dem Jahr 1939. Die Aufnahme rechts zeigt Angehörige des Kampfgeschwaders 2 während ihrer Freizeit im Jahr 1940 auf dem Fliegerhorst Großostheim. Sie schreiben Briefe nach Hause und trinken Fanta und Coca-Cola. Schon 1929 gab es in Essen eine Deutschland-Vertretung der amerikanischen Coca-Cola Company. Nachdem der Sirup zur Herstellung des Getränks durch die Kriegsereignisse nicht mehr aus den USA nach Deutschland gelangte, sorgte der damalige Leiter der deutschen Vertretung, Max Keith, für Ersatz. Aus Molke und Apfelfasern aus Italien wurde ein neues Getränk hergestellt. Es sollte fantastisch gut schmecken - Fanta war geboren. Zwischen 1942 und 1948 ersetzte Fanta vollständig Coca-Cola auf dem deutschen Markt. Erst im Jahr 1949 wurde die Produktion auf die auch heute noch erhältliche Geschmacksrichtung Orange umgestellt.

Exponate 1 Exponate 2

Exponate in der Ausstellung “Luft- und Gasschutz im Zweiten Weltkrieg” im Foyer des Forschungsbunkers

Flugzeugerkennung Lehrmittelkiste Mechanikerkiste NJG4

Lehrmittelkiste für Flugzeugerkennung                                      Mechanikerkiste des Nachtjagdgeschwaders 4 von 1944

Pinnwand

Infomaterial/Plakate der damaligen Zeit an der Pinn-Wand

Spind Friedrich Ziegler

Spind von Oberleutnant Friedrich Ziegler (KG 53).  Er war 1939 auf dem Fliegerhorst Großostheim stationiert.

             Impressionen und Pressebericht von der Bunkeröffnung am Sonntag, 14. November 2010

Bunker Foyer g Bunker Foyer g2
LW Kombi Betankunganlage LW Kombi g
Zusatztank

oben links u. rechts:: Mechaniker-Kombi  - Winterausführung - mit Werkzeugkasten

oben Mitte: Betankungsanlage für Flugzeuge

links:                Zusatztank der       Focke-Wulf 190 D-9

rechts:             Videoraum des Bunkers

Videoraum
Main-Echo 16.11.2010
Bunker Foyer2
Logo KIR 120

Interessiertes Publikum beim Vortrag von Herrn Erich Reichart im Foyer des Bunkers.

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